Verschmitzt

Heites in hessischer Mundart gesammelt und vorgetragen von Rotraud Morell steht auf dem Programm des Literarischen Salons im März. Der Salon in der Bürgerstube des Alten Pfarrhauses öffnet am Freitag, 15. März seine Pforten für die alten Hasen und die jungen Hüpfer – Verzeihung! – Besucher, wie immer um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Verletzlich

Taugt Gretchen als Symbolfigur für junge Frauen? Ist sie „von gestern“ oder stellen sich die Fragen, denen Gretchen sich stellen muß, Frauen von heute nicht immer noch in gleicher Weise?

Die Enttäuschung der ersten großen Liebe, Schuld auf sich zu laden, sich (mit-)schuldig zu fühlen, ungewollt schwanger zu werden, aus Verzweiflung das Neugeborene zu töten, für all das schließlich ins Gefängnis zu kommen:
wen würde das nicht wahnsinnig machen?
Margarete ist aber nicht verrückt und unzurechnungsfähig, sondern „nur“ überfordert und
alleingelassen. Sie kann die Ereignisse nicht mehr verarbeiten und einordnen, dafür sind es zu viele und sie sind zu schrecklich.

Sie ist eine starke Frau – aber leider nicht stark genug!

Das Programm stellt Margarethe in den Mittelpunkt, eine längst überfällige Emanzipation aus dem Schatten von Mephisto und Faust heraus.

So. 17. März 2019 19 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„Weder Fräulein, weder schön“ Szenische Lesung
mit Lika Flagner

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Verlängert

Der Kulturkreis zieht jeden Aschermittwoch Jahresbilanz und lädt die Mitglieder und Freunde zur alljährlichen Vollversammlung. In diesem Jahr standen Neuwahlen an und das gesamte Team wurde von den Sitzungsteilnehmern einstimmig in die zweijährige Verlängerung geschickt! Herzlichen Glückwunsch!
Auf ein Neues!

Musik mit irischer Note

Wie so oft in Europa läßt sich – Brexit hin oder her – Kulturgut selten auf ein Land begrenzen. Folglich schränkt der Begriff „Irish Folk“ ganz unnötig ein. Und so laden wir Sie recht herzlich zu einem „Celtic Folk“-Konzert ein. Sebastian Barwinek und Johannes Single zollen der wilden, grenzenlosen Schönheit irischer und schottischer Landschaften sowie deren gemeinsamen Musiktraditionen ihre musikalische Referenz. Und wer weiß, vielleicht wippte der Keltenfürst am Glauberg ja auch mit den Füßen, wenn er noch solche hätte.

So. 24. Februar 2019 19 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„The Hoodie Crows“ Konzert
Celtic-Folk

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Literatur mit französischem Flair

In unserer Kleinkunstreihe „immer wieder sonntags“ präsentieren wir die Autorin Anne Weber mit Ihrem Roman „Kirio“. Die Autorin, die auch als Übersetzerin arbeitet, ist in Offenbach geboren hat aber auch Büdinger Wurzeln und lebt inzwischen in Paris. Bei ihrer Lesung am (ausnahmsweise) Samstag, 9. Februar gewährt sie Einblicke in ihren neuesten Roman „Kirio“.

Sa. 09. Februar 2019 20 Uhr, Haus Walburga, Steinweg 21
„Kirio“ Lesung
von & mit Anne Weber

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Piano, Piano!

Aber sicher auch presto, presto, andante, vivacissimo und adagio heißt es, wenn Dirk Raufeisen in die Tasten greift. Einen ganzen Abend voll Musik präsentiert der Preisträger des Wetterauer Kulturpreises 2002.

Dirk Raufeisen zählt zu den besten und vielseitigsten Musikern in Europa. 1966 in Hanau/Main geboren, kam er durch seinen Vater Lothar schon in frühester Kindheit mit Musik in Berührung. Mit 6 Jahren begann er, Gitarre zu spielen. Danach folgten Klavier, Bass und Schlagzeug.

Dirk Raufeisen arbeitete im Laufe der Jahre mit bekannten internationalen Größen zusammen. Sein musikalischer Stil ist geprägt durch technische Perfektion, Gefühl für Melodien und unglaublicher Spielfreude.

So. 27. Januar 2019 19 Uhr, Oberhof / Sälchen
„Von den Beatles bis zu Oscar Peterson“ Konzert
von und mit Dirk Raufeisen

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Nenn mir den, der ihn nicht „Gern ha(rd)t“

Die erste Ausgabe des Literarischen Salons steht ganz im Zeichen der Lyrik. Carla Kleinau wird eine Reihe von Gedichten des Schriftstellers Robert Gernhardt aus seinem Werk „Gesammelte Gedichte – 1954 bis 2006“ vorstellen.
Gernhardt lebte von 1937 bis 2006 in Frankfurt und in der Toskana. Er hat sich nicht nur als Dichter und Schriftsteller einen Namen gemacht, sondern auch als Maler und Zeichner. Robert Gernhardt erhielt für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Heine- und den Wilhelm-Busch-Preis. Bekannt ist Gernhardt in erster Linie als Satiriker, was sich auch in seinen Gedichten widerspiegelt. Gleichzeitig beweist er seine sprachliche Virtuosität und seine Kenntnisse der lyrischen Traditionen.
„Robert Gernhardt hat uns auch in Büdingen mit einem Gedicht ein Denkmal gesetzt. Wer es noch nicht gehört hat, kann es am Freitag kennenlernen“, sagt Carla Kleinau mit Blick auf den Literarischen Salon.
Der Literarische Salon am Freitag, 11. Januar in der Bürgerstube des Alten Pfarrhauses („Uraltes Rathaus“) öffnet – wie immer – um 19.30 Uhr.
Neue Besucher sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

40 Jahre und kein bisschen leise

Im Sommer 1979 gründete sich der Kulturkreis Büdingen und bescherte mit einem Paukenschlag der Stadt eine ganze Woche voller Kultur. Seitdem läuft das Logo des Vereins – das Paukenmännchen und trommelt unermüdlich die Seinigen zusammen.
Es sind mal mehr mal weniger, die kommen aber ein paar „Jünger“ der ersten Stunde – obwohl inzwischen freilich „älter“ – kommen immer noch und viele neue Freunde und Mitstreiter auch. Das freut uns sehr!
40 Jahre sind ein guter Grund zurück aber genauso wollen wir nach vorne schauen: Was kommt!? Wir bleiben uns treu und setzen unsere Veranstaltungsreihen „immer wieder sonntags“ und den „Literarischen Salon“ fort. Wir laden lokale und überregionale Künstler, alte Hasen und Nachwuchskünstler – so bunt und vielfältig wie das Leben selbst – zu uns ein. Wir hoffen wir können auch Sie mit der ein oderen anderen Veranstaltung locken, denn Sie wissen ja: „Wenn dat Trömmelche jeht…“

Wahnsinns Weihnacht

Die Konzerte des Wetterauer Kulturpreisträgers Martin Schnur weisen nicht nur eine beachtliche musikalische Bandbreite auf sondern leben auch durch den ironischen Unterton seiner Texte und Moderationen. Dabei bedient sich der Musiker einer Fülle von Instrumenten, die der Künstler zum Teil selbst gebaut hat. Passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest knöpft sich Schnur im heiter bissigen Programm den Konsumterror und das Heileweltdenken vor. Denn nachdem es in den Supermärkten schon seit drei Monaten Lebkuchen und Spekulatius zu kaufen gibt, der erste, in weiser Voraussicht gekaufte Adventskalender den St. Martinstag nicht mehr erlebt und der Winterspeck ein neues heimeliges Zuhause gefunden hat wird es Zeit für ein gnadenloses, satirisches Weihnachtsprogramm.

So. 16. Dezember 2018 19 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„Rohes Fresst“ Konzert
von & mit Martin Schnur

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Goethe und die Migration

Dr. Volkmar Stein referiert in der neuen Ausgabe des Literarischen Salons des Kulturkreises. Diesmal geht es um Goethes „Herrmann und Dorothea“.
Vor 200 Jahren rief Goethes „Hermann und Dorothea“ nicht nur bei den professionellen Kritikern, sondern auch beim Publikum anhaltenden Applaus hervor. Heute lebt das Werk selbst bei Goethe-Liebhabern nur noch als Mauerblümchen weiter. Dabei sind seine beiden Hauptthemen „Migration“ und „Generationenkonflikt“ von aktueller beziehungsweise von immerwährender Bedeutung. Goethe hat eine zeitgenössische Variante der Migration gewählt, die leichter handhabbar erscheinen mag als die von 2015, und ist formal mit dem Versepos zu Homer, an den Anfang der europäischen Literatur, zurückgekehrt. Das erschwert heutigen Lesern den Zugang.
Dr. Volkmar Stein, wird über das Epos und den Hexameter ebenso wie über den Ersten Koalitionskrieg sprechen, ohne darüber „Hermann und Dorothea“ zu vergessen. Streifen wird er die „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“, ein weiteres Werk Goethes zum Migrationsthema. Vor allem aber soll der Runde im Literarischen Salon Gelegenheit gegeben werden, Leseerfahrungen mit Goethes Werk und Ansichten zum Miteinander von Flüchtlingen und Einheimischen sowie von Vätern und Söhnen auszutauschen.

Der Literarische Salon am Freitag, 14. Dezember in der Bürgerstube des Uralten Rathauses (eigentlich Altes Pfarrhaus) öffnet – wie immer – um 19.30 Uhr.
Neue Besucher sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.