Nenn mir den, der ihn nicht „Gern ha(rd)t“

Die erste Ausgabe des Literarischen Salons steht ganz im Zeichen der Lyrik. Carla Kleinau wird eine Reihe von Gedichten des Schriftstellers Robert Gernhardt aus seinem Werk „Gesammelte Gedichte – 1954 bis 2006“ vorstellen.
Gernhardt lebte von 1937 bis 2006 in Frankfurt und in der Toskana. Er hat sich nicht nur als Dichter und Schriftsteller einen Namen gemacht, sondern auch als Maler und Zeichner. Robert Gernhardt erhielt für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Heine- und den Wilhelm-Busch-Preis. Bekannt ist Gernhardt in erster Linie als Satiriker, was sich auch in seinen Gedichten widerspiegelt. Gleichzeitig beweist er seine sprachliche Virtuosität und seine Kenntnisse der lyrischen Traditionen.
„Robert Gernhardt hat uns auch in Büdingen mit einem Gedicht ein Denkmal gesetzt. Wer es noch nicht gehört hat, kann es am Freitag kennenlernen“, sagt Carla Kleinau mit Blick auf den Literarischen Salon.
Der Literarische Salon am Freitag, 11. Januar in der Bürgerstube des Alten Pfarrhauses („Uraltes Rathaus“) öffnet – wie immer – um 19.30 Uhr.
Neue Besucher sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

40 Jahre und kein bisschen leise

Im Sommer 1979 gründete sich der Kulturkreis Büdingen und bescherte mit einem Paukenschlag der Stadt eine ganze Woche voller Kultur. Seitdem läuft das Logo des Vereins – das Paukenmännchen und trommelt unermüdlich die Seinigen zusammen.
Es sind mal mehr mal weniger, die kommen aber ein paar „Jünger“ der ersten Stunde – obwohl inzwischen freilich „älter“ – kommen immer noch und viele neue Freunde und Mitstreiter auch. Das freut uns sehr!
40 Jahre sind ein guter Grund zurück aber genauso wollen wir nach vorne schauen: Was kommt!? Wir bleiben uns treu und setzen unsere Veranstaltungsreihen „immer wieder sonntags“ und den „Literarischen Salon“ fort. Wir laden lokale und überregionale Künstler, alte Hasen und Nachwuchskünstler – so bunt und vielfältig wie das Leben selbst – zu uns ein. Wir hoffen wir können auch Sie mit der ein oderen anderen Veranstaltung locken, denn Sie wissen ja: „Wenn dat Trömmelche jeht…“

Wahnsinns Weihnacht

Die Konzerte des Wetterauer Kulturpreisträgers Martin Schnur weisen nicht nur eine beachtliche musikalische Bandbreite auf sondern leben auch durch den ironischen Unterton seiner Texte und Moderationen. Dabei bedient sich der Musiker einer Fülle von Instrumenten, die der Künstler zum Teil selbst gebaut hat. Passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest knöpft sich Schnur im heiter bissigen Programm den Konsumterror und das Heileweltdenken vor. Denn nachdem es in den Supermärkten schon seit drei Monaten Lebkuchen und Spekulatius zu kaufen gibt, der erste, in weiser Voraussicht gekaufte Adventskalender den St. Martinstag nicht mehr erlebt und der Winterspeck ein neues heimeliges Zuhause gefunden hat wird es Zeit für ein gnadenloses, satirisches Weihnachtsprogramm.

So. 16. Dezember 2018 19 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„Rohes Fresst“ Konzert
von & mit Martin Schnur

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Goethe und die Migration

Dr. Volkmar Stein referiert in der neuen Ausgabe des Literarischen Salons des Kulturkreises. Diesmal geht es um Goethes „Herrmann und Dorothea“.
Vor 200 Jahren rief Goethes „Hermann und Dorothea“ nicht nur bei den professionellen Kritikern, sondern auch beim Publikum anhaltenden Applaus hervor. Heute lebt das Werk selbst bei Goethe-Liebhabern nur noch als Mauerblümchen weiter. Dabei sind seine beiden Hauptthemen „Migration“ und „Generationenkonflikt“ von aktueller beziehungsweise von immerwährender Bedeutung. Goethe hat eine zeitgenössische Variante der Migration gewählt, die leichter handhabbar erscheinen mag als die von 2015, und ist formal mit dem Versepos zu Homer, an den Anfang der europäischen Literatur, zurückgekehrt. Das erschwert heutigen Lesern den Zugang.
Dr. Volkmar Stein, wird über das Epos und den Hexameter ebenso wie über den Ersten Koalitionskrieg sprechen, ohne darüber „Hermann und Dorothea“ zu vergessen. Streifen wird er die „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“, ein weiteres Werk Goethes zum Migrationsthema. Vor allem aber soll der Runde im Literarischen Salon Gelegenheit gegeben werden, Leseerfahrungen mit Goethes Werk und Ansichten zum Miteinander von Flüchtlingen und Einheimischen sowie von Vätern und Söhnen auszutauschen.

Der Literarische Salon am Freitag, 14. Dezember in der Bürgerstube des Uralten Rathauses (eigentlich Altes Pfarrhaus) öffnet – wie immer – um 19.30 Uhr.
Neue Besucher sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Faust auf´s Auge

Keine Angst – wir gehen nicht unter die Schläger!

Nicht DIE Faust, sondern DEN Faust!
Wir wollen Ihnen Goethes „Faust“ zeigen, als Figurentheater!
Thomas Glasmeyer folgt unserer erneuten Einladung und läßt wieder die Puppen für uns tanzen!

So. 11. November 2018 19 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„Fauste“ Puppenspiel
von & mit Thomas Glasmeyer

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Mit besonderer Note

Johannes Gahl erzählt Geschichten und spielt Klavier.

Beides klingt zunächst einmal nicht außergewöhnlich. Johannes Gahl erzählt aber auf wunderbare Art, die in sympathischer Weise aus der Zeit gefallen ist, einfühlsam und mit Humor Pirandellos realistische Geschichte „Die Leibrente“. Sie handelt vom Altwerden und von der Vergänglichkeit des Menschenlebens und ist eine Perle nicht nur der italienischen Literatur. – Aber auch Tschechows Erzählung „Nach dem Theater“ von den Gefühlen eines jungen Mädchens, das die ersten Regungen der Liebe in sich spürt, kann sich hören lassen.

So. 21. Oktober 2018 19 Uhr, Oberhof / Sälchen
„Die Leibrente“ Musikalische Lesung
von & mit Johannes Gahl

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Die Sehnsucht läßt uns nicht los

Wir laden Sie recht herzlich zur ersten Ausgabe des Literarischen Salon nach den Sommerferien ein. Die Büdinger Autorin Jutta Busse liest an diesem Abend aus der Anthologie „Wovon ich euch erzählen möchte“ verschiedene Erzählungen sowie zwei eigene Erzählungen vor. Obwohl die Betrachtungen der Autoren ganz unterschiedlich sind, haben sie doch eines gemeinsam: Sie sind auf dem spirituellen Weg. Eine tiefe Sehnsucht nach innerem Erleben führt sie. Die Botschaft lautet: „Wenn wir uns auf dem Weg der Achtsamkeit, Demut und Liebe bewegen, erfahren wir eine allumfassende Intelligenz, die unser Bewusstsein verändern wird.“

Der Literarische Salon am Freitag, 17. August in der Bürgerstube des Uralten Rathauses (eigentlich Altes Pfarrhaus) öffnet – wie immer – um 19.30 Uhr.
Neue Besucher sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Ich glaub´ es geht schon wieder los…

Der Sommer macht in diesem Jahr seinem Anspruch die heißesten Jahreszeit zu sein ja alle Ehre. Nicht als Wehmutstropfen sondern als süße Verheißung, dass Abkühlung in Sicht ist: Es wird bald Herbst sein!
Und damit steht – nein, noch nicht Weihnachten –
aber das neue Kulturkreisprogramm vor der Tür.
Und als furiosen Auftakt präsentieren wir Tine Lott!
Übrigens steht noch etwas anderes vor der Tür: 2019 wird der Kulturkreis 40 Jahre jung! Na, wenn das keine rosigen Aussichten sind…

Sa. 01. September 2018 20 Uhr, Oberhof / Pferdestall
„Tine Lott“ Konzert

Eintritt: 12 € Abendkasse / VVK 10 €
Karten-Vorverkauf:
Tourist-Info Büdingen, Telefon 06042 96370
Hellersche Buchhandlung, Telefon 06042 951327

Kraniche fliegen

Der Kulturkreis Büdingen hat zusammen mit dem Lo Studio und der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge für das Förderprogramm „Frauen-ID“ des Paritätischen Bildungswerkes Bundesverband e.V. ein Kulturbündnis „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geschlossen. Ziel des Projektes, das sich an junge Frauen mit Fluchterfahrungen richtet, ist es, durch die Beschäftigung mit Kunst und Kultur ihr Selbstbewußtsein zu stärken und sich mit ihrem Rollenbild auseinanderzusetzen.
Insgesamt 11 Dozentinnen arbeiten in verschiedenen Workshops gemeinsam mit den Frauen. Bei den Kursen werden nicht nur unterschiedliche Mal- und Gestaltungstechniken gezeigt und ausprobiert, es gibt auch Exkursionen zu märchenhaften Orten der Kultur. So stand bereits sowohl ein Besuch im Büdinger Schloß alsauch ein Ausflug zur Ronneburg auf dem Programm.

Lachen ist die beste Medizin

Literarischer Salon verabschiedet sich in die Sommerpause
In der letzten Ausgabe vor den Sommerferien widmet sich der Literarische Salon der vermeintlich leichten Muse: dem Humor. Zahlreiche unterhaltsame Texte verschiedenere Autoren geben einen Überblick über das Komische in der Literatur.

Die kleine Einführung in die Homöopathie des Humors liefern Jasmin Fernau-Kolb und Jörg Grunewald. Gemeinsam stellen sie kleine wohltuende Texte, humorvolle Heftpflaster und satirische Salben vor, die über die kleinen Wehwehchen des Alltags helfen und in keiner gutsortierten Hausapotheke der Fröhlichkeit fehlen sollten.
Das vorgestellte Behandlungsspektrum erstreckt sich von amüsanter Zwerchfellmassage bis grotesker Rosskur für chronisch tiefsitzenden Trübsinn.

Die Sprechstunde am Freitag, 15. Juni in der Bürgerstube des Alten Pfarrhauses (ehemals als „Uraltes Rathaus“ bezeichnet) beginnt wie gewohnt um 19.30 Uhr.
Zuhörer und Patienten aller Kassen sind willkommen, der Eintritt ist frei.